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Verboten in Hamburg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das durfte im Einwohnerverein von St.Georg nicht erscheinen:

 

 

Es geht aufwärts

 

Ein Event-Zentrum Saint George sollte es werden. Bescheidener heißt es jetzt „Turnhalle St. Georg“. Aber von einer Turnhalle ist nicht mehr viel zu sehen. Das Ensemble Schule, Schulhof, Turnhalle ist zerstört. Man könnte denken, die Fassade der Turnhalle sei nur noch stehen geblieben wie bei einem Teil des ibis-Hotels am Holzdamm. Eine Leinwand mit einer drauf gemalten Turnhallen-Fassade, wie es in Berlin Mode ist, hätte es auch getan. Jedenfalls lässt sich so der maximale finanzielle Profit rausholen; was die EinwohnerInnen von St. Georg davon profitieren, bleibt noch abzuwarten.

 

A propos Leinwand. Auch auf der Wiese an der Alster wurde mit einer Kino-Leinwand alles verkorkst, weil es ums Geld ging. Nicht wie sonst üblich in Hamburg gab es Open Air Kino umsonst, sondern man sollte 3 Euro dafür bezahlen, dass man sich bei Regen auf die Wiese setzen durfte. Beileibe aber nicht mit dem Panorama der Alster vor Augen, sondern im Rücken. Sonst hätten ja PassantInnen den Film kostenlos mit ansehen können. Mithören durften sie, noch jenseits der Alster. An Geld hängt doch alles, was Scheiße ist.

 

KT 8-9-03

 

 

Muslime

 

Kommen da welche rein in die Sauna mit Badehosen. Ist bei uns nicht üblich. Sie setzen sich hin und meinen, sie dürfen das: „Wir sind Muslime.“ In Deutschland geht man nackt in die Sauna, aus hygienischen Gründen. Der Schweiß soll sich nicht in Textilien fangen und damit herumgetragen werden. Man reinigt sich unter der Dusche nackt und geht dann nackt in die Sauna. Nicht so die muslimischen Männer. Nicht so aber auch die Engländer. Die gehen auch mit ihrer Badehose in die Sauna.

 

Nun muss man zugeben: Die Engländer haben eine andere Kultur als die Deutschen. Auch die Muslime. Es gibt aber in St. Georg noch keine englische und noch keine muslimische Sauna. Was tun mit den Leuten? So wie wir ihre Kultur respektieren, sollten sie unsere respektieren, solange sie noch keine eigene Sauna haben. Aber die, von denen wir sprechen, beachteten noch nicht einmal die schriftlich in der Sauna angebrachte Bitte, auf Handtüchern zu sitzen. Konnten sie Deutsch nicht lesen? Wer eine Kultur respektiert, von der er umgeben ist, lernt auch ihre Sprache.

 

Bisher war nur von Männern die Rede; muslimische Frauen dürfen ja nicht in eine gemischte Sauna. Es gibt aber auch muslimische Frauen, die ihre Kultur nicht überzeugend vertreten. Wenn sie sagen, sie tragen Kopftücher, damit sie die Männer erotisch nicht reizen, mit ihren schönen Haaren. Historisch mag das einmal so gewesen sein. Heute suchen muslimische Frauen mit Kopftuch mit ihren sichtbaren Körperteilen erotisch ganz schön auszustrahlen, mitunter mit deutlicher kosmetischer Hilfe. Oder wir sehen sittsam mit Kopftuch bedeckte Musliminnen mit ihren minderjährigen Kindern in Filme gehen, in denen Folter und Totschlag gezeigt werden. Also nehmen wir das Kopftuch als eine Gewohnheit, eine Kultur, und lassen wir die moralische Begründung weg. Dann akzeptieren wir auch eine Lehrerin mit Kopftuch, eine Lehrerin mit Hochfrisur, eine Lehrerin mit Glatze, eine Lehrerin mit Ringen in den Ohren, eine Lehrerin mit Ringen in der Nase ...

 

Jeder Mensch hat eine eigene Kultur. Jeder Mensch ist ein Individuum. Uns fällt doch kein Zacken aus der Krone, wenn andere anders gekleidet sind als wir. Wenn andere Fleisch essen und wir nur Vegetarisches. Wenn andere ihr ganzes Leben dasselbe tun wollen und wir die Abwechslung lieben. Wenn andere gern tanzen und wir gern musizieren. Beide, alle Kulturen müssen sich halt gegenseitig respektieren, wenn das Zusammenleben gelingen soll. Nichts, was bloße Gewohnheit ist, darf dogmatisch überhöht werden.

 

So, wie du mit deinem Nachbarn oder deiner Nachbarin umgehst, gehst du auch mit anderen Kulturen um.

 

KT 10-5-02

 

 

 

Invasion

 

Die einen haben Angst vor wohlhabenden Homos, die anderen vor fundamentalistischen Moslems. In Wirklichkeit hat eine Invasion schon längst stattgefunden – von Tauben. Nein, nicht im Park, sondern mitten unter uns. In der Bäckerei Knaack tummeln sie sich, auf die Auslagen anderer Geschäfte kacken sie, wenn ein Kunstrabe sie nicht abhält. Da hat die Interessengemeinschaft Steindamm nun ein so schönes Türkenfest organisiert, und die Umsätze gehen trotzdem zurück – wegen der Taubenplage.

 

Da soll es doch tatsächlich Männer geben, die immer die Hosentaschen voll Krümel haben. Und Frauen, die kiloweise Brot und Rundstücke fallen lassen, einfach so, mitten auf dem Hansaplatz. Bald kommen Touristen nach St. Georg, um sich wie in Venedig inmitten von Tauben knipsen zu lassen. Soll auf diese Weise St. Georg aufgewertet werden?

 

Sollen es die Tauben besser haben oder die Menschen? Die Einsamen. Ein freundliches Lächeln  des Nachbarn, und sie lassen kein Brot mehr fallen, diese schrägen Vögel. Doch einen Senator für Lächeln gibt es nicht.

 

KT 4-5-02

 

 

 

 

Wo leben wir denn?

 

Eigentlich haben wir eine Demokratie; eine Regierung stützt sich auf die Mehrheit einer Bevölkerung. Aber wenn die Mehrheit nicht zur Wahl geht, darf ausnahmsweise eine Minderheit regieren. Eigentlich haben wir einen Sozialstaat; auf die Schwachen wird Rücksicht genommen. Aber wenn ein Versicherungsunternehmen aus einem kleinen Stück Boden den größten Profit rausschlagen muss, dann muss ausnahmsweise das Wohl der BewohnerInnen des Herrlein- und Zindler-Stifts hintenanstehen. Wenn mit Klamauk und Straßenständen auch am Wochenende noch der größte Profit gemacht werden muss (vom Alstervergnügen bis zur Bunten Langen Reihe), dann darf  ausnahmsweise St. Georg auch nachts beschallt werden. Wenn Profitinteressen im Atlantic verhandelt werden, dann dürfen ausnahmsweise die Gehwege voll Limousinen stehen. Wenn Menschen zu schwach sind, um sich einen Arbeitsplatz zu erkämpfen, dann dürfen sie ausnahmsweise im Wüstenrothaus konzentriert werden. Wenn man an authentischen Locations die profitabelste Unterhaltung mit Sex and Crime produzieren kann, dann dürfen ausnahmsweise die BewohnerInnen der Greifswalder Straße nachts mit Scheinwerfern und Lärm belästigt werden. Wenn sich mit UMTS-Lizenzen die größten Profite machen lassen, dann dürfen die Häuser in St. Georg ausnahmsweise mit gesundheitsgefährdenden Funkmasten bestückt werden.

 

Wir leben in einem Ausnahmezustand. Unter einem Ausnahmezustand versteht man normalerweise einen Krieg ...

 

KT 9-1-04

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das durfte bei der PDS Hamburg nicht erscheinen:

 

 

Globale Bambule

 

Einige Bauwagenplätze wurden still und leise geräumt, bei Bambule dauert es etwas länger, bis 2006 ist endgültig Schluss. Ist das der Lauf der Dinge? Wenn Gewerkschaften und Parteien nicht meinen, schnell noch auf eine Bambule-Demo aufspringen zu müssen, ist das der Lauf der Dinge.

 

In diese für sie missliche Lage würden sie jedoch kommen, wenn nicht nur Tausende, sondern Zehntausende für Bambule demonstrierten: „Wir lassen uns nicht vertreiben! Wir lassen uns nicht abschieben! Wir nehmen unsere Sache selbst in die Hand!“ Wenn in Hamburg nicht nur für Bambule demonstriert würde, sondern sich auch Menschen aus Drogen- und Sozialeinrichtungen diesen Parolen anschlössen, MigrantInnen, Arbeitslose, Behinderte, SchülerInnen, GegnerInnen der Kita-Card. Bislang marschieren die alle noch in getrennten Zügen. Und wissen nichts davon, dass am selben Tag die Menschen in Argentinien zu einem globalen Tag des zivilen Ungehorsams aufgerufen haben.

 

Keine getrennten Demonstrationszüge! Alle haben ihre Ursache im verschärften Kapitalismus. Nur gemeinsam sind wir stark. Vereint sind wir Zehntausende und werden den Herrschenden ungemütlich. Global denken und lokal handeln. Lasst uns das noch lernen. Wenn in Palästina Bauwagen von der israelischen Armee verteidigt werden, warum werden sie dann in Deutschland von der Polizei abgeschleppt?

 

So sollte jede bislang isoliert demonstrierende Gruppe auch die PassantInnen am Gehweg auf Flugblättern ansprechen, damit die begreifen: Hier wird auch für ihre Sache demonstriert. Wenn die Mönckebergstraße dann leer ist, weil alle auf der Demo sind, wollen wir gar nicht mehr durch die Mönckebergstraße ziehen.

 

Wir grüßen dann Bundespräsident Johannes Rau, der den nationalen Notstand ausruft, weil in Hamburg Hunderttausende demonstrieren.

 

KT 25-12-02

 

 

 

 

Hamburg von hinten

 

Sozialistischer Widerstand

 

Leben oder Kapitalismus weltweit

 

Formeln für ein neues Denken – noch nicht patentiert

 

Wissenschaft und Alltag

 

Von wem werden wir wirklich regiert? 1. Antwort

 

Von wem werden wir wirklich regiert? 2. Antwort

 

Von wem werden wir wirklich regiert? 3. Antwort

 

Von wem werden wir wirklich regiert? 4. Antwort

 

SocialismKT

 

The US way

 

Preferably for animals